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PENSION DIENTZENHOFER
Die Pension befindet sich in dem Geburtshaus von Kilian Ignatz Dientzenhofer, der
zurecht zu einem der grössten Architekten des 17. und 18. Jahrhunderts gezählt wird. Der Familienname Dientzenhofer
gehörte den berühmten Baumeistern und Architekten des hohen und späten Barock´s. Der Vater Christoph und sein Sohn
Kilian Ignatz zählten zu den Schöpfern des böhmischen Barock´s. Ihre Bauwerke bereichern nicht nur das Panorama der
Hauptstadt Prag, sondern auch vieler anderen böhmischen und mährischen Städte und fesseln so die Aufmerksamkeit von
Besuchern aus aller Welt.
Christoph Dientzenhofer (1655-1722) kam nach Prag aus Bayern im Jahre 1678 um sich hier
niederzulassen. Später, im Jahre 1685 heiratete er die Witwe eines Prager Baumeisters Jan Georg Eichenbauer. Er
erwarb durch diese Heirat ein kleineres bürgerliches Haus auf der Kleinen Seite (die heutige Pension) und den
Anspruch aufs Heimatrecht, das ihm im Jahre 1687 gewährt wurde. Im selben Jahr wurde er zu einem rechtmässigen
Mitglied der Zunft der Prager Baumeister. Das Gebäude der heutigen Pension wurde im Jahre 1572 errichtet. Christoph
liess es in den Jahren 1685-86 umbauen und vergrössern. Im Jahre 1689 kam hier sein Sohn Kilian Ignatz zur Welt.
Dieser hat das Prager Stadtbild vergleichsweise so geprägt wie Michelangelo das Stadtbild Roms.
Kilian Ignatz Dientzenhofer (1689-1751) hat mehr als 200 Bauwerke entworfen und
durchgeführt. Er arbeitete nicht nur im Auftrag der Ordensgemeinschaften - besonders der Benediktiner, Jesuiten,
der böhmischen Kreuzherren, Augustiner, Kapuziner von Hradschin, der Prager und Kuttenberger Ursulinen - sondern
auch der weltlichen Institutionen und der bedeutenden Adelsfamilien. Er bekleidete das Amt des Hofbaumeisters und
des oberen Festungsbaumeisters. Bemerkenswert ist, dass er sich in keinem Bauwerk wiederholt hat, jedes Werk war in
einer Hinsicht neu, und so ein Original.Vater und Sohn waren nicht nur Architekten und Baumeister von monumentalen Kirchen,
Klöstern und Palästen, sie schufen auch zahlreiche kleinere Objekte in ganz Böhmen, welche im Rahmen des gesamten
Barock´s einen architektonischen Höhepunkt darstellen.
Etliche Bauten befinden sich in unmittelbarer Nähe der Pension - wie z.B. die St. Nikolaus
Kirche, die St. Thomas Kirche, das Lausitzer Seminar und die bürgerlichen Häuser "Zum Goldenen Hirsch" und "Zu den
Zwei Turteltauben" (direkt gegenüber der Pension) auf der Kleinen Seite.
Weitere Bauten: die St. Jan Nepomuk Kirche und Teile des "Loreto" auf Hradschin,
die Altstädter St. Nikolaus und St. Bartholomäus Kirche, die St. Jan Nepomuk Kirche, die Villa Amerika
(Museum von Antonín Dvoøák) in der Neustadt, das Klostergelände der Benediktiner in Bøevnov mit der Kirche der
heiligen Markéta, die Kapelle des heiligen Kreuzes in Stodùlky, der Silva-Taroucca Palast am Graben, die Villa
Portheimka in Smíchov.
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